Unsere Geschichte – Von den Anfängen bis zur modernen Autohausgruppe
Geschichte der Graf Hardenberg-Gruppe
Die Geschichte der Graf Hardenberg-Gruppe ist geprägt von Weitblick, Unternehmergeist und echter Pionierarbeit. Zu den erfolgreichsten Automobilhandelsgruppen Deutschlands zu gehören passiert nicht einfach so über Nacht. Am Anfang braucht es eine Idee und Mut. Unsere Erfolgsgeschichte begann mit einem Mann, der beides hatte: Günther Graf von Hardenberg. Sein Mut, seine Leidenschaft für Mobilität und sein Gespür für Chancen legten den Grundstein für ein Unternehmen, das bis heute bewegt.

Ein bemerkenswerter Pionier im deutschen Wirtschaftswunder
Günther Graf von Hardenberg wurde am 14. Februar 1918 in Schwedt an der Oder geboren. Während des Krieges diente er als Offizier und erlitt eine schwere Verletzung am Bein, die ihn dazu zwang, nach Lübben in den Spreewald zu gehen.
Nach dem Kriegsende kam die Neuorientierung zum Geschäftsmann. Er zog mit seiner Ehefrau Maria Josepha nach Sipplingen bei Überlingen (Bodensee) und übernahm eine Keramik Manufaktur, in der er Flüchtlingen eine Beschäftigung bot. In enger Zusammenarbeit mit der nahegelegenen Uhrenindustrie (Villingen-Schwenningen) entstanden dort auch die damals üblichen Keramikuhrenschilder.

Vom Autohaus-Gründer zum Pionier des Porsche- und VW-Handels
Nach seiner Ausbildung im Autohaus Danner gründete er dann sein erstes Autohaus "Donau" in Donaueschingen (s. Abbildung), wo neben der Marke Volkswagen auch damals schon Vespa verkauft wurde. Später kam ein kompletter Neubau in Konstanz, auch als Autohaus Bodan bekannt, dazu.
Graf Hardenberg war ein Pionier des Nachkriegsaufbaus des Porsche- und VW-Handels. Um in den Anfängen die Neufahrzeuge durch das Höllental (Schwarzwald) zu überführen, motivierte er sogar seine Ehefrau, den Führerschein zu machen, um ihn bei dieser Aufgabe zu unterstützen. Als erster Großhändler übernahm Graf Hardenberg dann die Betriebe von Volkswagen in Karlsruhe und Singen und war fortan regelmäßig in seinen Betrieben unterwegs.

In allen Standorten hatte er eine kleine Wohnung oder eine Schlafstätte, um sie möglichst effizient betreuen zu können. Ende der 50er Jahre überredete Graf Hardenberg den berühmten Karlsruher Architektur-Professor Egon Eiermann zum Bau seiner Villa in Baden-Baden. Der Wohnort der Familie wurde von Donaueschingen nach Baden-Baden verlegt. Hier fand auch seine Oldtimer-Sammlung von 4 Kompressor Mercedes (BJ 1922-1937) den entsprechenden Platz.

Vom Autopionier zum Luftfahrtvisionär
Graf Hardenberg pflegte viele Leidenschaften. Neben dem Kraftfahrzeuggewerbe war er leidenschaftlicher Fahrer sportlicher Fahrzeuge und ein Fan der Fliegerei. Erste Flüge absolvierte er in Sisseln (Schweiz) mit einer Piper Cub schon lange bevor nach 1955 der Motorflug überhaupt wieder in Deutschland erlaubt wurde.
So gründete er 1955 auch die Motorflug GmbH, als erste Motorflugschule in Deutschland. Was in Itzehoe mit einer kleinen Flugschule begann, breitete sich dann bald in der ganzen Republik aus. Der Schwerpunkt lag zu Beginn in der Pilotenausbildung, hinzu kam die Instandhaltung, Schulung und der Vertrieb von Bell Helicoptern. In den 60er Jahren schloss die MOTORFLUG BADEN-BADEN einen Instandsetzungs-Rahmenvertrag mit der Bundeswehr über die Instandhaltung aller dynamischen und hydraulischen Komponenten der Bell UH-1D Helicopter. Im Laufe der Jahre expandierte die MOTORFLUG BADEN-BADEN GmbH Zug um Zug und erweiterte das Dienstleistungsangebot zum Beispiel um die Bereiche Flächenflugzeugwartung und Avionik-Einbauten. Im Jahr 2008 wurde die MOTORFLUG BADEN-BADEN GmbH ein Tochterunternehmen der Eurocopter Deutschland GmbH – heute Airbus Helicopter.

Eine Leidenschaft für den Rennsport und darüber hinaus
Auch seine Leidenschaft für sportliches Fahren war legendär. So war er beteiligt als in Schweden 1950 die erste Rallye (Rallye Mitternachtssonne) mit Porsche gefahren wurde. Mit von der Partie war auch Ferry Porsche, mit dem ihn eine Freundschaft aber auch das gemeinsame Interesse an der Weiterentwicklung von Porsche verband.
Die automobile Begeisterung verlor er nie. Auch während seiner bereits fortschreitenden Erkrankung ab Anfang der 80er Jahre ließ er es sich nicht nehmen, mit seinem Oldtimer von Baden-Baden die Rallye Monte Carlo zu fahren. In seinem Tross fuhren seine „Werkstattmannschaft“ im Werkstattwagen und sein Wohnmobil mit seiner Ehefrau und Fahrer hinterher.


Ein Leben im Dienste des Unternehmertums und der Gemeinschaft
Schon in frühen Jahren bis hin zu seinem Tod baute er ein umfangreiches internationales Netzwerk auf, mit dessen Hilfe er seine vielfältigen Aktivitäten verwirklichen konnte. Graf Hardenberg war Mitglied in verschiedenen Luftfahrtorganisationen, war Präsident des deutschen Aeroclubs und erhielt für seine Verdienste den "Fliegerorden" von Frankreich. Darüber hinaus war Graf Hardenberg ein charismatischer Entrepreneur und Macher – hatte aber immer einen Finanzexperten an seiner Seite, dem er vertraute. Durch Mehrheitsbeteiligungen an Betrieben sowie Neubauten erweiterte er die Gruppe stetig und umsichtig.
Insbesondere erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die Gesellschafterfamilien Gohm, Gramling und Eberhardt, die auch heute noch im Unternehmen vertreten sind. Kurz vor seinem Tod gründete er die Günther Graf von Hardenberg-Stiftung aus Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein gegenüber seiner Familie und seinen Mitarbeitern. Er hatte stets eine glückliche Hand bei der Auswahl seiner Mitarbeiter und pflegte einen respektvollen Umgang mit allen. Seine Grundgedanken des Miteinanders mit Partnern haben bis heute Bestand. Diese Eigenschaften und Werte prägten sein unternehmerisches Handeln, das auch nach seinem Tod von den Gesellschafterfamilien im Sinne der Stiftungssatzung weitergeführt wird.
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